
Webinar: Selbsthypnose für Autisten
Klarer werden. Reize besser regulieren. Wieder zu sich finden.
Autistische Menschen erleben die Welt oft intensiver, genauer und ungefilterter.
Geräusche, Licht, Gerüche, Gespräche, Erwartungen oder schnelle Wechsel können mehr Kraft kosten, als andere von außen sehen. Nach sozialen Situationen bleibt oft ein inneres Nachhallen. Manche Gespräche werden noch stundenlang analysiert. Übergänge können anstrengend sein. Und viele autistische Menschen funktionieren nach außen besser, als es ihnen innerlich geht.
Dieses Webinar ist für autischtische Menschen oder für Menschen. die mit Autisten arbeiten, die lernen möchten, ihr eigenes Nervensystem besser zu verstehen und bewusster zu beeinflussen.
Dabei geht es nicht darum „normaler“ zu wirken/werden oder noch besser zu maskieren oder sich weiter anzupassen.
Der Fukus dieses Webinars ist mehr Reizschutz, innere Ordnung, Ruhe und Selbststeuerung.
Häufige Belastungen – und wo Selbsthypnose unterstützen kann
Reizüberflutung
Viele autistische Menschen nehmen Geräusche, Licht, Gerüche, Berührung oder soziale Signale sehr intensiv wahr. Selbsthypnose kann helfen, früher zu bemerken: „Es wird zu viel“ – und einen inneren Ablauf zu nutzen, um das System zu entlasten.
Übergänge und Veränderungen
Wechsel von einer Situation in die nächste können Kraft kosten. Selbsthypnose kann Übergänge vorbereiten: innerlich sortieren, den nächsten Schritt klar machen, Sicherheit aufbauen.
Soziale Erschöpfung und Masking
Viele autistische Menschen passen sich nach außen an und bezahlen danach mit Müdigkeit, Rückzug oder innerer Leere. Selbsthypnose kann helfen, nach Kontakten schneller wieder bei sich anzukommen.
Gedankenkreisen und Nachanalysieren
Nach Gesprächen oder Konflikten läuft der Kopf oft weiter. Selbsthypnose kann einen klaren inneren Stopp-Punkt setzen und den Wechsel in einen ruhigeren Zustand erleichtern.
Schwierigkeiten mit Körper- und Gefühlssignalen
Manche autistische Menschen spüren erst spät, dass sie erschöpft, überfordert, hungrig, wütend oder traurig sind. Selbsthypnose kann helfen, Körpersignale genauer und freundlicher wahrzunehmen.
Schlafvorbereitung
Viele autistische Menschen kommen abends schwer zur Ruhe. Selbsthypnose kann ein wiederholbarer Ablauf werden, der dem Nervensystem signalisiert: Der Tag ist vorbei. Jetzt darf Verarbeitung langsamer werden.
Was du im Webinar lernst
Du lernst eine klare, strukturierte Form der Selbsthypnose, die autistische Bedürfnisse berücksichtigt.
Wir arbeiten mit einfachen Schritten, nachvollziehbarer Sprache und Wahlmöglichkeiten. Ziel ist eine Methode, die du im Alltag wirklich verwenden kannst.
Du lernst:
- wie du Selbsthypnose sicher beginnst und beendest
- wie du Reizüberflutung früher erkennst
- wie du einen inneren Rückzugs- und Ordnungszustand aufbaust
- wie du dich auf Termine, Gespräche oder Gruppen vorbereitest
- wie du nach sozialen Kontakten leichter wieder zu dir findest
- wie du Übergänge innerlich besser strukturierst
- wie du Gedankenkreisen unterbrechen kannst
- wie du ehrliche Suggestionen formulierst, die nicht künstlich wirken
- wie du Selbsthypnose zur Schlafvorbereitung nutzt
- wie du kurze Übungen für Alltagssituationen entwickelst

Termine, Format und Beitrag
21. Juli 2026
28. Juli 2026
jeweils 18:00 bis ca. 21:00 Uhr
Format:
Live-Online-Webinar mit Vortrag, Demonstration, Übungssequenzen und Fragen
Beitrag:
€ 180,- für beide Abende
Wiederholte Teilnahme bei Folgeterminen dieses Seminars kostenlos möglich.